gerade in: China16. 1o. 2oo9 - Teil I von III
im Zug nach Xi'an


0:00 Uhr - die Fahrgäste werden nach der Fahrkartenkontrolle auf den Bahnsteig begleitet. Wir haben zwei Bettchen im Wagen zwei (von 16). Pech nur, dass Wagen zwei nicht direkt an zweiter Stelle nach der Lok, sondern an vorletzter Stelle hängt. So müssen wir eben durch die Dunkelheit mit der Bahnsteigaufsicht bis beinahe ans Ende der Plattform eilen.
Im Zug wurde schon kollektiv das Licht gelöscht, doch die Wagenaufsicht führt uns zum Schlafplatz. Unsere Fahrkarten werden gegen eine Karte aus ihrem Ordner getauscht, so kann sie jeden Passagier rechtzeitig vor dem Zielbahnhof wecken.
Zwei Betten in luftiger Höhe. Aufrechtes sitzen ist da oben nicht möglich, aber wir wollen ja auch schlafen.



Schwierig nur, dort hoch zu kommen. In den Betten darunter wird schon geschlafen.
Es lassen sich zwei winzige Tritte an der Seitenwand ausklappen. Das ist gewöhnungsbedürftig für Wenigzugfahrer!





Am Tag sieht man erst die wirkliche Länge des Zuges. Die Lok ist nicht in Sicht. Da sind wir heute Nacht mit dem ganzen Gepäck entlanggewandert!





An der Bahnstrecke gibt es auch jede Menge Arbeitsplätze. Neben den vielen Bauarbeitern auch Müllaufsammelteams. Obwohl Müll-aus-dem-Fenster-werfen selbstverständlich auf vielen Schildern verboten ist, fliegt so einiges aus den Fenstern.
Ein längerer Aufenthalt auf der Strecke - wir sind eh schon zu spät dran - lässt uns das Selbstverständnis der Müllarbeiter erkennen. Sie sind nur für die Reinigung des Gleisweges zuständig. Ist der Sack gefüllt, so landet sein Inhalt im Gebüsch neben der Bahnlinie. Die Plastikflaschen werden dann nochmals in den Sack gesammelt und der Kollegin, die schon darauf gewartet hat, vor die Füße gekippt. Die sammelt sie dann wieder ein und befördet sie in ihren eigenen Sack.




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