gerade in: Indien06. o1. 2o1o
wir sind ja flexibel

Indien empfängt uns gleich mit einer Verspätung, doch der Reihe nach.
4:45 Uhr klingelt der Wecker, denn für 6 Uhr haben wir zwei Tickets zum Flughafen.




So weit geht alles ganz gut. Nach dem Blick zur Anzeigetafel ändert sich allerdings schlagartig unser Tagesziel. Eigentlich wollten wir die Nacht in Darjeeling verbringen, doch drei Stunden Verspätung des Fliegers nach Kolkata lassen uns garantiert unseren Anschlussflug verpassen.
Zur Entschädigung gibt es erst einmal zwei Essensgutscheine von der Fluggesellschaft.




Zur Auswahl steht Burger King oder Pizza Factory. Da morgens um acht die Burger bekanntlich noch nicht so recht schmecken entscheiden wir uns notgedrungen für Pizza und eine große Cola. Die Kassiererin ist sehr bemüht, auch noch den letzten Bath unseres Gutscheines auszuschöpfen. Somit bekamen wir noch eine Portion Chicken-Wings und zwei Flaschen Wasser. Macht genau 499 Bath - beinahe perfekt.




Das Abfertigungspersonal will in Ruhe noch ein Nickerchen machen und eröffnet die Wartehalle erst später wieder.





Warten kann man ja auch sonst wo.







Der Flieger ist mittlerweile angekommen.







Die erste Strecke bis Kolkata ist geschafft.




Unser Anschlussflug mit Jetair ist trotzdem weg. Zuerst aber müssen wir die Formalitäten an der Einreisebehörde überstehen. Obwohl nicht viele vor uns am Schalter stehen dauert es eine Ewigkeit.
"Two persons travelling to Bagdogra?" Der Flughafenangestellte kann nur uns meinen! Plötzlich sind wir auf Platz eins der Warteschlange und werden anschließend im Eiltempo zum Nachbarterminal eskortiert. Das Gepäck wurde auch schon herbeigeschafft. Man hat uns auf die Konkurrenz umgebucht, wir fliegen das letzte Stück mit Kingfishers Propellermaschine und dazu muss schnellstmöglich eingecheckt werden, die wartet nämlich bereits. Indische Bürokratie, da ist Schnelligkeit nicht unbedingt das Motto. Mehrmalige Sicherheitskontrollen, hier ein Stempel, da ein Anhänger auf den auch noch ein Stempel muss und dann der Mitarbeiter, der den Stempel kontrolliert...

Die rote Propellermaschine steht noch als wir ankommen, auch hier hat man in typisch indischem Stil eine satte Verspätung eingefahren. Uns ist es dieses mal recht.
Der Service ist prima, die Landung einzigartig. Achterbahnfahrt inklusiv, doch alles wird gut. Selbst der Kapitän scheint erleichtert seinen Arbeitsplatz für heute verlassen zu können.

Da haben wir mal wieder Glück gehabt.

Trotzdem ist es zu spät, um noch nach Darjeeling zu kommen. Wir verbringen die Nacht in Siliguri, morgen ist auch noch ein Tag.

Im Hotel unserer Wahl beginnen wir mit den Eincheckformalitäten. Beide Namen, Vornamen, Beruf, Adresse, Land, Nationalität, Alter, Geschlecht, Reisepass- und Visanummer, von wo gekommen, Ankunftszeit, Ankunftstag, nächstes Ziel und ... die Unterschrift. Na auch das haben wir geschafft - sollte man meinen. Doch da kommt noch so ein großes Buch. Es sieht genau so aus wie das, in das wir eben gerade sorgfältig alle Daten eingetragen haben. Tatsächlich, wir sollen das Ganze nochmal machen - ein anderes Buch!
Eine Erklärung hat man nicht parat. Also nochmal: beide Namen, Vornamen, Beruf, Adresse, Land, Nationalität, Alter, Geschlecht, Reisepass- und Visanummer, von wo gekommen, Ankunftszeit, Ankunftstag, nächstes Ziel und die Unterschrift.

Nichts wie weg bevor da noch so ein Buch auftaucht. Gute Nacht.

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